Die Projekthistorie
Im Juli 2025 reisten Felix und ich nach Tansania und besuchten zunächst Dar es Salaam, wo wir Maria an der Universität trafen. In Matanana kümmerten wir uns um die Erneuerung des Dachs des Vereinshauses, die Elektrizitätsversorgung des Laborgebäudes und brachten medizinisches Material sowie einen Laptop für die Projektarbeit vor Ort mit. Im Mafinga District Hospital begleitete ich als Ärztin für einige Tage den Klinikalltag und organisierte eine Unterkunft für zukünftige Freiwilligenprojekte. Den Abschluss bildeten Besuche von Floras Projekt in Mwanza sowie ein Treffen mit Kelvin von GreenVit Health in Arusha, um eine Kooperation für die Region Matanana/Mafinga anzustoßen.
Malte und Annie, ebenfalls zwei Medizinstudierende aus Marburg, reisen erstmalig im Rahmen des neu entstandenen Freiwilligenprojekts in die Region Matanana und Mafinga, um vor Ort im Rahmen ihres Studiums ein ärztliches Praktikum im Mafinga Hospital zu absolvieren.
Die ehemaligen Freiwilligen, die selbst als Medizinstudierende vor Ort tätig waren, engagieren sich nun aktiv im Verein und setzen sich dafür ein, zukünftig jährlich Freiwilligenprojekte zu ermöglichen. Derzeit finden vor allem medizinische Projekte in den Regionen Matanana und Mafinga statt. Wir sind aber ebenso aufgeschlossen für Projekte aus anderen Bereichen.
Während eines ärztlichen Praktikums am Kilimanjaro Christian Medical Centre (KCMC) in Moshi hatte Charlotte Jacobs die Gelegenheit, den Physiotherapeuten Kelvin Haukila kennenzulernen. Kelvin Haukila hatte eine Präventionsinitiative gegründet, die sich der Vorbeugung und Bewältigung chronischer Erkrankungen widmet. Begeistert von diesem innovativen Ansatz informierte Charlotte Jacobs MATANANA e.V. darüber. Nach einem Besuch des Vorstands vor Ort konnte eine vielversprechende Partnerschaft etabliert werden.
Im Heilpflanzengarten der Areina Herbal Clinic and Plant Tour wurde ein Bewässerungssystem finanziert, das eine kontinuierliche Wasserversorgung sicherstellt. Dank dieses Systems kann der Garten nun auch in der Trockenzeit zuverlässig mit Wasser aus dem nahegelegenen Fluss versorgt werden.
Dank der wiederhergestellten Verbindung zum Mafinga Hospital im vergangenen Jahr konnte der Verein erstmalig den vier Marburger Studierenden Jule, Klara, Mona und Yannick ein ärztliches Praktikum ermöglichen. Während ihres einmonatigen Aufenthalts im Gemeinschaftshaus in Matanana konnten sie spannende Einblicke in die Dispensary gewinnen und aktiv im Mafinga Hospital in verschiedenen Bereichen, einschließlich des Operationssaals und der Notaufnahme, mitarbeiten.
Die beiden Marburger Medizinstudierenden Paul und Carina reisten für ein Ultraschallprojekt nach Matanana. Dort schulten sie die Krankenschwestern Joyce und Susan in der Verwendung des lange ungenutzten Ultraschallgeräts. Aufgrund der hohen Geburtenrate lag der Fokus vor allem auf dem Schwangerschaftsultraschall. Zusätzlich gelang es ihnen, während ihres Aufenthalts den Kontakt zum Mafinga-Krankenhaus wiederherzustellen, der etwa drei Jahre zuvor aufgrund eines Chefarztwechsels abgebrochen war. Hier gelangt ihr zum Erfahrungsbericht.
Um auch bei anhaltender Trockenzeit besser versorgt zu sein, wurde der Grundwasserbrunnen in Matanana tiefer gegraben. Das mühsame Heraufziehen von Wassereimern, wurde durch eine Pumpe ersetzt. Eine unterirdische Leitung, soll das Wasser nun in die Küche und auf die Felder befördern.
Die Wundheilklinik von Dr. Mginah ist fertig errichtet. Strom und Wasser fließen bereits, Fenster und Türen werden angefertigt – fehlt nur noch die Innenausstattung. Mit Hilfe eines Ingelheimer Traktors, kann nun auch das Feld um die Klinik herum bewirtschaftet werden und ein Heilpflanzengarten entstehen.
Am 18.September, feierten wir unser 10-jähriges Jubiläum. Mit etwa 100 Mitgliedern und vielen weiteren Unterstützer:innen, haben wir es überhaupt erst so weit geschafft. Ein herzlicher Dank an alle, die uns auf dem Weg einer besseren medizinischen Versorgung begleitet haben und es auch immer noch tun.
Durch die langjährige Auseinandersetzung mit Gesundheit und natürlicher Medizin, ist Flora mit ihrem Center ein wichtiger Hafen für Ratsuchende. Das Interesse an gesunder Ernährung und krankheitslindernden Heilpflanzen wächst stetig weiter und gedeiht an den vielen positiven Erfahrungen. Durch Fortbildungen und Seminare erweitert sich die Hands-in-Hands-Community und mit ihr das Wissen über die traditionelle pflanzliche Medizin.
In dem kleinen Dorf Sonyanga in der Nähe der Stadt Mbeya im Südwesten Tansanias unterstützen wir Dr. Regnard Mginah mit der Umsetzung seines Projekts “Areina Herbal Clinic & Plant Tours”. Aktuell entsteht ein kleines Gesundheitszentrum mit speziellem Fokus auf die Behandlung von Wunden mit natürlicher Medizin.
In diesem Jahr wird zusammen mit dem Vorstand des Gesundheitszentrums das Labor sowie das HIV-Care & Treatment Center (CTC) weiter ausgestattet. Im Labor können aufgrund der Elektrifizierung Matananas 2019 nun auch Geräte wie Mikroskope und Computersysteme eingesetzt werden. Auch das mit dem Container angekommene Ultraschallgerät ist jetzt im Gesundheitszentrum im Einsatz, nachdem es zum Jahresbeginn während eines Besuchs von Jonas in Matanana eine Einführung im Umgang mit den medizinischen Geräten für die Angestellten des Gesundheitszentrums gab.
Das Care Treatment Center des Gesundheitszentrums ist kurz vor der Eröffnung. Das Gebäude ist soweit fertig, Möbel werden im Dorf geschreinert. Medizinische Geräte folgen, sobald der Stromanschluss auch hier gelegt und finanziert ist. Im neuen Jahr sollen dort etwa 200 HIV/Aids Patienten regelmäßige Therapie bekommen.
Das Projekt “Hands in Hands” wurde von Flora Lufurano unserer Projektleiterin in Matanana ins Leben gerufen. Es soll bedürftige Menschen, besonders Frauen, Waisen- und Straßenkindern, aber auch älteren Menschen sowie HIV- und AIDS-Kranken Unterstützung und Zuflucht bieten. Flora unterstützt die Gemeinde dabei Jugendarbeitslosigkeit anzugehen sowie junge Frauen dabei zu fördern sich selbstständig zu machen. Zudem soll zukünftig das Gemeinschaftshaus zum Zentrum für Erwachsenenbildung und Eheberatung werden. Ähnlich wie in Matanana ist auch bei “Hands in Hands” die Patientenbetreuung und der Umgang mit natürlicher Medizin von großer Wichtigkeit. Dafür wurde bereits ein Heilpflanzengarten angelegt, welcher der Herstellung von natürlicher anamed-Medizin dient. Wir finanzierten die Fertigstellung des Daches sowie die Installation eines Wassertanks.
Mit der Verlegung von Stromleitungen entlang der Verbindungstraße zu der Stadt Mafinga hat die Regierung einen wichtigen Schritt zur Elektrifizierung von Matanana eingeleitet. Das Dorf, und somit auch das Gesundheitszentrum, wird in Zukunft an das öffentliche Stromnetz angebunden sein. Ein großer Schritt für die Region
Auf der Agenda der tansanischen Regierung steht eine Verbesserung der Infrastruktur rund um die Betreuung von Betroffenen des Humane Immundefizienz-Virus (HIV). Um dies zu ermöglichen, wurde eine Care & Treatment Center als zusätzliches Gebäude am Gesundheitszentrum in Matanana errichtet. Gebaut wird durch die Bewohner Matananas und ortsansässigen Handwerksbetrieben, die nach den jeweiligen Richtlinien der tansanischen Behörden arbeiten. Auch wir unterstützen das Vorhaben, indem wir den Bau und medizinisches Gerät für die Innenausstattung finanzieren.
Seit 2009 reist Dr. Anton Koch fast jährlich nach Matanana um dort zu praktizieren. Gemeinsam mit den beiden Krankenschwestern und dem Team vor Ort, werden mehr als 300 Patienten mit teils sehr schweren Krankheiten behandelt werden. Mit mehr als 30kg Medizin im Gepäck werden Krankheitsbilder wie Infekte mit Husten und Fieber, Wurmerkrankungen, Diabetes Mellitus und auch Gonorrhoe, Skabies oder Syphillis behandelt.
Lisa verbrachte 6 Wochen in Matanana, nachdem sie einige Monate im Nachbarland Sambia gelebt hatte. Auf dem Foto zu sehen mit anamed-Mitglied Ernest und treibender Kraft im Anbau von Heilpflanzen. Hier konnte Lisa vieles lernen über die verschiedenen Anwendungen und (Neben)Wirkungen der natürlichen Medizin.
Die Ankunft des Containers lößte große Begeisterung bei den Krankenschwestern, den Anamed-Gruppenmitglieder und vielen weiteren Dorfbewohnern aus. Es wurde ein Komitee gebildet, welches eine faire und sinnvolle Verteilung der Sachspenden beaufsichtigte. Zudem wurde jedes Gesundheitszentrum des Distrikts Mafinga mit einem Basispaket von Blutdruckmessgeräten, Stethoskopen, Reflexhammeren, Otoskopen, Venenstauern sowie weiteren medizinischen Geräten ausgestattet.
Mit dem aus Naturmaterialien (Lehmstein, Strohdach) errichtete Gebäude wird die Anamed-Gruppe in Zukunft einen gemeinsamen Treffpunkt haben. Zudem wurde ein Zaun um unser Grundstück aufgestellt, damit die Pflanzen aus dem von der Anamed-Gruppe bewirtschaftete Heilpflanzengarten nicht von vorbeiziehenden Kühen, Ziegen oder Hühnern verspeist oder zerstört werden.
Die Vorbereitungen für den Versand von unzähligen Spenden und medizinischer Gerätschaften aus dem Rhein-Main-Gebiet sind abgeschlossen. Nachdem wir unserem Container den passenden Anstrich verpasst und alle Spenden untergebracht haben, macht sich der Container auf die lange Reise von Schwabenheim, über Land, Wasser und Berge nach Matanana.
Um das Gemeinschaftsgefühl der Anamed-Bewegung zu stärken, wurde ein Grundstück erworben auf dem ein Gemeinschaftshaus mit Heilpflanzengarten entstand. Das neue Zentrum wird ein Treffpunkt für tansanische Gäste, Freiwillige und Doktoren. Eine Möglichkeit im Projekt zu leben entsteht.
Das Gesundheitszentrum verfügt über mehrere Behandlungszimmer, Lagerräume für Medikamente, einen Geburtenraum, ein Impfzimmer sowie mehrere Ruheräume für pflegebedürftige Patient*innen. Seit der Eröffnung arbeiten die zwei Krankenschwestern Joyce und Susann im Gesundheitszentrum. Sehr gut ausgebildet führen sie u.a. auch Geburten durch.
Durch die finanzielle Unterstützung von MATANANA e.V. hat die überregionale Regierung die Fertigstellung des Gesundheitszentrums in Matanana veranlasst. Mit einer feierlichen Zeremonie und diversen Regierungsvertretern wurde das Gesundheitszentrum eingeweiht. Auch Mitglieder von MATANANA e.V. waren vor Ort und überbrachten eine Behandlungsliege als Geschenk.
Durch das Anamed-Seminar hat sich eine feste Gruppe aus überregionalen Anwendern der Matanana-Region gebildet. In Matanana und den Nachbardörfern Ulole, Bumilayinga und Kiwere finden im Folgenden regelmäßige Treffen zum Anbau und Pflege der Heilpflanzen statt. Die Gruppenmitglieder unterstützen sich gegenseitig bei der Ernte und der Herstellung von Salben und Tees. Bei den Treffen findet auch ein Austausch zu gesellschaftlichen Problemthemen, wie z.B. Wasserknappheit in der Trockenperiode oder Krankheitsfälle in der Familie statt.
In Kooperation mit der Organisation anamed – Aktion Natürliche Medizin in den Tropen fand für alle Interessierten in Matanana ein dreitägiges Seminar über den Anbau und die medizinische Wirkung von natürlichen Heilpflanzen statt. Der tansanische Arzt Dr. Feleshi erklärte den Teilnehmern unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten für die Anwendung von Heilpflanzen. Neben der gesundheitsfördernden Wirkung des Konsums von bestimmten Früchten, Gemüsesorten und Kräutern erlernten die Teilnehmer auch die eigenständige Herstellung von Salben und Tees aus Heilpflanzen.
Bereits zweitmalig besuchte auch Dr. Anton Koch Matanana. Im Gepäck brachte er viele medizinische Medikamente mit in das Dorf. Er versorgte zahlreiche Patienten, die für die kostenlose Behandlung aus den umliegenden Dörfern anreisten und Schlange standen. Als Behandlungszimmer diente damals eine einfache Lehmhütte des Waisenprojekts “Moyo Kwa Moyo”. Bei den Behandlungen verwendete Dr. Koch neben der konventionellen Medizin auch z.T. Homöopathie, Akupunktur oder Chiropraktik.
Zu Beginn des Jahres 2011 kehrte Jonas nach Matanana zurück um die Lebensumstände der Menschen sowie die medizinische Lage des Dorfes in konkreten Zahlen zu erfassen. Die Notwendigkeit eines Projektes wurde analysiert. Es fanden verschiedene Treffen mit Bevölkerung, Regierung, dort ansässigen Projekten und nächst gelegenen Krankenstationen und Hospitälern statt. In Zusammenarbeit mit allen Beteiligten kam es zum Beschluss der Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit einer Unterstützung der Medizin in und um Matanana. Diese Analyse war die Basis für die weiterführende Projekt- und Maßnahmenplanung.
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland hat Jonas auf einer Fortbildung seiner Entsendeorganisation „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.“ gemeinsam mit anderen ehemaligen weltwärts-Freiwilligen ein Projektkonzept entwickelt. Der Projektplan umfasste eine Vereinsgründung und die Finanzierung von nachhaltigen Verbesserungsmaßnahmen die durch Spendengelder gestemmt werden. Maßgeblich beteiligt waren Niko Heusinger und Sebastian Schilling (siehe Foto).
Alles begann damit, dass Jonas Koch ein Jahr als weltwärts-Freiwilliger in Tansania, an der Hekima Waldorf School in Dar es Salam, verbrachte. Während dieses Jahres nahm er auch an einer Klassenfahrt in die Bergregion nach Matanana teil. Dort besuchte er das damalige Waisenprojekt “Moyo Kwa Moyo” und wurde mit den z.T. harten Lebensbedingungen der Bevölkerung konfrontiert. Geprägt durch seine Erlebnisse in der Matananaregion beschloss er Mittel und Wege zu suchen, um die medizinische Versorgung dieser Region zu verbessern und entwickelte die Projektidee. Auf seinen Wunsch kam sein Vater, Allgemeinmediziner Anton Koch, nach Matanana und machte sich ein medizinisches Bild, als er im Waisenprojekt die Dorfbevölkerung erstmalig behandelte.











































